zitierte Vorträge:

Clemens-Sels-Museum Neuss 1993
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 1998
Einstein Forum Potsdam 2000

Ausgewählte Daten: Dietmar Kamper (1936-2001) studierte in Köln, Tübingen und München und machte 1959 sein Examen zum Diplomsportlehrer. 1963 promovierte er zum Dr. phil., 1972 Habilitation für Erziehungswissenschaft und philosophische Anthropologie. Er war Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Marburg (1973-1979) und seit 1979 Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin; Arbeitsgebiete: Sozialisation und Erziehung; Familiensoziologie; Zivilisationstheorie, insbesondere Geschichte des Körpers; Philosophische und Historische Anthropologie; Soziologie der Imagination: Ästhetik.

Ausgewählte Veröffentlichungen:
Geschichte und menschliche Natur (1973); Zur Geschichte des Körpers (1976); Zur Geschichte der Einbildungskraft (1981); Das gefangene Einhorn (1983); Zur Soziologie der Imagination (1986); Hieroglyphen der Zeit (1988); "Umgang mit der Zeit. Paradoxe Wiederholungen", in: W. Kämpfer: Die Zeit und die Uhren (1991); Bildstörungen (1994); Unmögliche Gegenwart (1995); Abgang vom Kreuz (1996); Im Souterrain der Bilder. Die schwarze Madonna (1997); VON WEGEN (1998).

Seit 1981 veranstaltete Kamper zusammen mit Ch. Wulf internationale transdisziplinäre Kolloquien zur "Historischen Anthropologie", aus denen verschiedene Publikationen entstanden sind: Die Wiederkehr des Körpers (1982); Der Andere Körper (1984); Lachen, Gelächter, Lächeln (1986); Das Heilige. Seine Spur in der Moderne (1986); Der Schein des Schönen (1988); Transfigurationen des Körpers (1989); Rückblick auf das Ende der Welt (1990); Schweigen (1992) u.a.

Je mehr Zufall, desto mehr Spiel. Versuch über das Kontingente (Neuss 1993)
Denken mit zerbrochenem Kopf. Das Vermächtnis Georges Batailles (Düsseldorf 1998)
Über den Terror der Bildhaftigkeit (Potsdam 2000)

Je mehr Zufall, desto mehr Spiel
Versuch über das Kontingente

Auszug aus einem Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe "Kunst, Künstlichkeit und Kommunikationsmedien" im November 1993 am Clemens-Sels-Museum in Neuss, publiziert in Eckhard Hammel (Hg.), Synthetische Welten. Kunst, Künstlichkeit und Kommunikations-medien, Essen 1994 [Download Gesamtvortrag als mp3]

" 'Ästhetische Souveränität' - das ist Batailles Antwort auf das Scheitern der Avantgarden der Moderne ebenso wie auf das Scheitern der herkömmlichen Religionen. Mit der Einlösung der Fraktalität des Geschlechts und des Gehirns ist der Gotteskomplex der Menschen, die absolute Machtposition gegenüber dem, was ist, gebrochen. Autonomie im Sinne der Moderne erweist sich immer deutlicher als der kompensatorische Wahn der menschlichen Knechtschaft. Selbstmächtigkeit endet am Punkt der eingesehenen Vernichtung der Alterität. Weder ein Täter- noch ein Opferstatus kann fürderhin beansprucht werden. Dann mag es gelingen, ohne alle Derivate der Feindschaft auszukommen und mit einem 'unsterblichen' Ja zur eigenen Sterblichkeit anzufangen." (D.K.) [Download als mp3]

Über den Terror der Bildhaftigkeit

Ein Vortrag im November 2000 am Einstein-Forum Potsdam

[Download als mp3]

May Ament et al.: Der Körper, das Wissen und die Spur.
Ein Trialog zwischen D. Kamper, S. Zielinski und A. Moore

 


Düsseldorf, November 1998


Potsdam, November 2000